Typ-1-Diabetes    heilen: Hoffen auf neues Medikament

Forscher haben entdeckt, dass eine Substanz aus der Bauchspeicheldrüse helfen kann, Typ-1-Diabetes zu verhindern

Die Aminosäure GABA (Gamma-Amino-Buttersäure) ist den Forschern keine Unbekannte: Schon seit langem weiß man, dass sie eine wichtige Rolle im Nervensystem spielt. Nervenzellen des Gehirns etwa tauschen mit ihrer Hilfe Informationen aus.

Warum GABA auch in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, und zwar in denselben Zellen, die das blutzuckersenkende Hormon Insulin ausschütten, ist bislang unklar.

Jetzt berichten kanadische Forscher, dass die Substanz womöglich eine entscheidende Rolle beim Entstehen von Typ-1-Diabetes spielt. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Aus bislang unbekannten Gründen zerstören körpereigene Abwehrzellen die insulinproduzierenen Betazellen der Bauchspeicheldrüse – mit der Folge, dass die Betroffenen ihr Leben lang Insulin von außen zuführen müssen.

In Versuchen mit Diabetes-Mäusen zeigte sich nun, dass die Gabe von GABA einerseits verhindern kann, dass Typ-1-Diabetes ausbricht und andererseits dazu beiträgt, dass sich  von den Abwehrzellen geschädigte Betazellen wieder erholen. Menschen erkranken an Typ-1-Diabetes, wenn etwa 70 bis 80 Prozent der Betazellen zerstört sind.

Noch keine klinischen Studien mit Menschen

Die Forscher entdeckten, dass regelmäßige Injektionen von GABA - das gespritzt, aber auch geschluckt werden kann – Diabetes nicht nur verhinderten, sondern bei bereits erkrankten Mäusen dazu führten, dass sich die Blutzuckerwerte wieder normalisierten. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences.

GABA bewirkt offenbar, dass sich die insulinproduzierenden Betazellen regenerieren. Überdies scheint die Substanz das Immunsystem so zu beeinflussen, dass es seine Angriffe auf die Betazellen abbricht. Damit verhindert GABA womöglich auch, dass der Diabetes zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftritt.

Studienleiter Dr. Gerald Prud'Homme, der sich seit über 20 Jahren mit der Erforschung des Typ-1-Diabetes beschäftigt, spricht von einem "Durchbruch" in der Forschung. Zwar gäbe es bereits Möglichkeiten, Typ-1-Diabetes mit Betazell-Transplantationen zu heilen. Die Betroffenen müssten jedoch lebenslang Medikamente einnehmen, die die Abstoßung der transplantierten Zellen verhindern. Gaba dagegen sei eine nicht-toxische, gut verträgliche Substanz.

Die Forscher wollen jetzt in klinischen Studien prüfen, ob Gaba auch bei Menschen das Ausbrechen eines Typ-1-Diabetes verhindern und bei Erkrankten zu einer Erholung der Insulinproduktion führen kann.

AB/www.diabetes-ratgeber.net; 28.07.2011, aktualisiert am 01.09.2011
W&B/Schneider & Sporrer


Die Aminosäure GABA (Gamma-Amino-Buttersäure) ist den Forschern keine Unbekannte: Schon seit langem weiß man, dass sie eine wichtige Rolle im Nervensystem spielt. Nervenzellen des Gehirns etwa tauschen mit ihrer Hilfe Informationen aus.

Warum GABA auch in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, und zwar in denselben Zellen, die das blutzuckersenkende Hormon Insulin ausschütten, ist bislang unklar.

Jetzt berichten kanadische Forscher, dass die Substanz womöglich eine entscheidende Rolle beim Entstehen von Typ-1-Diabetes spielt. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Aus bislang unbekannten Gründen zerstören körpereigene Abwehrzellen die insulinproduzierenen Betazellen der Bauchspeicheldrüse – mit der Folge, dass die Betroffenen ihr Leben lang Insulin von außen zuführen müssen.

In Versuchen mit Diabetes-Mäusen zeigte sich nun, dass die Gabe von GABA einerseits verhindern kann, dass Typ-1-Diabetes ausbricht und andererseits dazu beiträgt, dass sich  von den Abwehrzellen geschädigte Betazellen wieder erholen. Menschen erkranken an Typ-1-Diabetes, wenn etwa 70 bis 80 Prozent der Betazellen zerstört sind.

Noch keine klinischen Studien mit Menschen

Die Forscher entdeckten, dass regelmäßige Injektionen von GABA - das gespritzt, aber auch geschluckt werden kann – Diabetes nicht nur verhinderten, sondern bei bereits erkrankten Mäusen dazu führten, dass sich die Blutzuckerwerte wieder normalisierten. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences.

GABA bewirkt offenbar, dass sich die insulinproduzierenden Betazellen regenerieren. Überdies scheint die Substanz das Immunsystem so zu beeinflussen, dass es seine Angriffe auf die Betazellen abbricht. Damit verhindert GABA womöglich auch, dass der Diabetes zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftritt.

Studienleiter Dr. Gerald Prud'Homme, der sich seit über 20 Jahren mit der Erforschung des Typ-1-Diabetes beschäftigt, spricht von einem "Durchbruch" in der Forschung. Zwar gäbe es bereits Möglichkeiten, Typ-1-Diabetes mit Betazell-Transplantationen zu heilen. Die Betroffenen müssten jedoch lebenslang Medikamente einnehmen, die die Abstoßung der transplantierten Zellen verhindern. Gaba dagegen sei eine nicht-toxische, gut verträgliche Substanz.

Die Forscher wollen jetzt in klinischen Studien prüfen, ob Gaba auch bei Menschen das Ausbrechen eines Typ-1-Diabetes verhindern und bei Erkrankten zu einer Erholung der Insulinproduktion führen kann.


AB/www.diabetes-ratgeber.net; 28.07.2011, aktualisiert am 01.09.2011
W&B/Schneider & Sporrer

 

 

Typ-1-Diabetes    heilen: Hoffen auf neues Medikament

 

 


Forscher haben entdeckt, dass eine Substanz aus der Bauchspeicheldrüse helfen kann, Typ-1-Diabetes zu verhinde

Die Aminosäure GABA (Gamma-Amino-Buttersäure) ist den Forschern keine Unbekannte: Schon seit langem weiß man, dass sie eine wichtige Rolle im Nervensystem spielt. Nervenzellen des Gehirns etwa tauschen mit ihrer Hilfe Informationen aus.

Warum GABA auch in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, und zwar in denselben Zellen, die das blutzuckersenkende Hormon Insulin ausschütten, ist bislang unklar.

Jetzt berichten kanadische Forscher, dass die Substanz womöglich eine entscheidende Rolle beim Entstehen von Typ-1-Diabetes spielt. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Aus bislang unbekannten Gründen zerstören körpereigene Abwehrzellen die insulinproduzierenen Betazellen der Bauchspeicheldrüse – mit der Folge, dass die Betroffenen ihr Leben lang Insulin von außen zuführen müssen.

In Versuchen mit Diabetes-Mäusen zeigte sich nun, dass die Gabe von GABA einerseits verhindern kann, dass Typ-1-Diabetes ausbricht und andererseits dazu beiträgt, dass sich  von den Abwehrzellen geschädigte Betazellen wieder erholen. Menschen erkranken an Typ-1-Diabetes, wenn etwa 70 bis 80 Prozent der Betazellen zerstört sind.

Noch keine klinischen Studien mit Menschen

Die Forscher entdeckten, dass regelmäßige Injektionen von GABA - das gespritzt, aber auch geschluckt werden kann – Diabetes nicht nur verhinderten, sondern bei bereits erkrankten Mäusen dazu führten, dass sich die Blutzuckerwerte wieder normalisierten. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences.

GABA bewirkt offenbar, dass sich die insulinproduzierenden Betazellen regenerieren. Überdies scheint die Substanz das Immunsystem so zu beeinflussen, dass es seine Angriffe auf die Betazellen abbricht. Damit verhindert GABA womöglich auch, dass der Diabetes zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftritt.

Studienleiter Dr. Gerald Prud'Homme, der sich seit über 20 Jahren mit der Erforschung des Typ-1-Diabetes beschäftigt, spricht von einem "Durchbruch" in der Forschung. Zwar gäbe es bereits Möglichkeiten, Typ-1-Diabetes mit Betazell-Transplantationen zu heilen. Die Betroffenen müssten jedoch lebenslang Medikamente einnehmen, die die Abstoßung der transplantierten Zellen verhindern. Gaba dagegen sei eine nicht-toxische, gut verträgliche Substanz.

Die Forscher wollen jetzt in klinischen Studien prüfen, ob Gaba auch bei Menschen das Ausbrechen eines Typ-1-Diabetes verhindern und bei Erkrankten zu einer Erholung der Insulinproduktion führen kann.


AB/www.diabetes-ratgeber.net; 28.07.2011, aktualisiert am 01.09.2011
W&B/Schneider & Sporrer

Die Aminosäure GABA (Gamma-Amino-Buttersäure) ist den Forschern keine Unbekannte: Schon seit langem weiß man, dass sie eine wichtige Rolle im Nervensystem spielt. Nervenzellen des Gehirns etwa tauschen mit ihrer Hilfe Informationen aus.

Warum GABA auch in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, und zwar in denselben Zellen, die das blutzuckersenkende Hormon Insulin ausschütten, ist bislang unklar.

Jetzt berichten kanadische Forscher, dass die Substanz womöglich eine entscheidende Rolle beim Entstehen von Typ-1-Diabetes spielt. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Aus bislang unbekannten Gründen zerstören körpereigene Abwehrzellen die insulinproduzierenen Betazellen der Bauchspeicheldrüse – mit der Folge, dass die Betroffenen ihr Leben lang Insulin von außen zuführen müssen.

In Versuchen mit Diabetes-Mäusen zeigte sich nun, dass die Gabe von GABA einerseits verhindern kann, dass Typ-1-Diabetes ausbricht und andererseits dazu beiträgt, dass sich  von den Abwehrzellen geschädigte Betazellen wieder erholen. Menschen erkranken an Typ-1-Diabetes, wenn etwa 70 bis 80 Prozent der Betazellen zerstört sind.

Noch keine klinischen Studien mit Menschen

Die Forscher entdeckten, dass regelmäßige Injektionen von GABA - das gespritzt, aber auch geschluckt werden kann – Diabetes nicht nur verhinderten, sondern bei bereits erkrankten Mäusen dazu führten, dass sich die Blutzuckerwerte wieder normalisierten. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences.

GABA bewirkt offenbar, dass sich die insulinproduzierenden Betazellen regenerieren. Überdies scheint die Substanz das Immunsystem so zu beeinflussen, dass es seine Angriffe auf die Betazellen abbricht. Damit verhindert GABA womöglich auch, dass der Diabetes zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftritt.

Studienleiter Dr. Gerald Prud'Homme, der sich seit über 20 Jahren mit der Erforschung des Typ-1-Diabetes beschäftigt, spricht von einem "Durchbruch" in der Forschung. Zwar gäbe es bereits Möglichkeiten, Typ-1-Diabetes mit Betazell-Transplantationen zu heilen. Die Betroffenen müssten jedoch lebenslang Medikamente einnehmen, die die Abstoßung der transplantierten Zellen verhindern. Gaba dagegen sei eine nicht-toxische, gut verträgliche Substanz.

Die Forscher wollen jetzt in klinischen Studien prüfen, ob Gaba auch bei Menschen das Ausbrechen eines Typ-1-Diabetes verhindern und bei Erkrankten zu einer Erholung der Insulinproduktion führen kann.


AB/www.diabetes-ratgeber.net; 28.07.2011, aktualisiert am 01.09.2011
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