Die Volkskrankheit Diabetes- ein hohes Risiko fuer einen (erneuten) Schlaganfall

 

Risikofaktoren, Krankheitsbild, Typ-1- und Typ-2- Diabetes, Behandlung, Folgekrankheiten

Die Autorin Dr. Angelika Fiedler ist Fach rztin f r Innere Medizin und Medizinjournalistin beim Westdeutschen Rundfunk. Den Zuschauern der  Aktuellen Stunde" ist sie bekannt durch die Kolumne Dr, Fiedlers Check-up, jeweils samstags zwischen 19.20 und 20,00 Uhr. Frau Dr. Fiedler beschreibt f r uns das Krankheitsb'ild der Zuckerkrankheit, die ein besonderer Risikofaktor fuer Schlaganfall ist, und gibtTipps zur Vorbeugung.

 Zu den h ufigsten Volkskrankheiten hierzulande zaehlt der Diabetes. In der Bundesrepublik leiden mehr als vier Millionen Menschen an der Zuckerkrankheit, wie sie auch landlaeufig genannt wird. Schaetzungen zufolge wissen weitere zwei Millionen nicht, dass sie erhoehte Blutzuckerwerte haben und behandelt werden m ssten. Diese Zahl bedeutet ebenso viele Einzelschicksale: Maenner und Frauen, die oft in den  besten Jahren" mitten im Leben stehen, werden mit der Diagnose Diabetes aus der Bahn geworfen. Wie aber laesst sich einem Diabetes vorbeugen? Was sind erste Anzeichen? Welche Spaetschaeden gibt es? Wie hoch ist das tatsaechliche Schlaganfallrisiko?"

Die Zuckerkrankheit zaehlt neben Bluthochdruck und Fettstoffwechselstoerungen zum wichtigsten Risikofaktor fuer einen Schlaganfall. Beim Diabetiker ist das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um das Zwei- bis Dreifache hoeher als bei gesunden Personen. Der Grund: Durch die Zuckerkrankheit wird die Ablagerung von PIaques an den Gefae  wuenden gefoerdert und so die allgemeine Arteriosklerose [im Volksmund als  Arterienverkalkung" bezeichnet]  ber das normale Ma  hinaus deutlich beschleunigt. Typisch fuer die Zuckerkrankheit ist, dass sich dieser Prozess besonders an den kleinen Gefaessen abspielt und die Gefaessoerffnungen immer weiter verenkt
 

 



Diabetes beguenstigt PIaque-Ablagerungen, die einen Schlaganfall hervorrufen

Zum Schlaganlall kommt es nidil nur, wenn grolse (. iehirnarterien merklich ver nderl sind, sondern bereits dann, wemi auch nLir winzige Cict fse einer (lehirnregion verstopft sind, darauthin auslallen und die Durchblutung in diesem Hirngebiet stoppen. Dies kann dann kleine, kaum merkbare Ausf lle von (iehirntunktionen nach sich ziehen - oder aber auch gravierende Folgen haben. Diese Form des Schlaganfalls hat in der Kegel folgenden Mechanismus: Meist sind die (iel ls ffnungen so stark verengt, dass der Bluttluss stark verlangsamt ist und letztlich ganz /um Erliegen kommt. Das Blut gerinni zu einem Pfropl und verschliefst die (ie-t fs ffnun

Falsche Ernaehrung ist eine Ursache des Diabetes

In 90 Prozent der l alle liegen der Zuckerkrankheit eine falsche Krn hrung ( zu viel, zu fett, zu s l.s") und eine falsche Lebensweise mit mangelnder Bewegung zugrunde. Laster wie Rauchen und regelm lMger h herer Alkoholkonsum kommen meist erschwerend hinzu. Oft resultieren daraus zus tzlich ein zu hoher Blutdruck, deutliches  bergewichl und Fettstoffwechelst rungen mit erh hten Blulelten. Medi/ini;r sprechen bei dieser Kombination von Erkrankungen vom  Metabolischen Svndrom" (metabolisch = den Stoffwechsel betreffend). Das Risiko von Gef fssch digungen, insbesondere auch von Schlaganfall und Herzinfarkt, wird dann noch potenziert.

Durch eine richtige, ausgewogene Lrn hrungsweise mit viel Vitaminen und Spurenelementen, die dem tats chlichen Lnergiebedarf entspricht, kann jeder von uns einem Diabetes vorbeiigen.  ber die H lfte der an Diabetes Typ 2 leidenden Menschen kann die Krankheit wirkungsvoll durch eine (iewichtsreduktion und durch eine konsequente Diabctesdirekt bekaempfen.

Merke:

Die bewusste Ernaehrungsumstellung kann also nicht nur viel bewirken bei der Vorbeugung und Behandlung der Zuckerkrankheit und der Prophylaxe eines (erneuten) Schlaganfalls. Sie kann sogar Spa  machen und zum Wohlbefinden und Genuss bei den t glichen Mahlzeiten beitragen. Gute Schulung und Ideenreichtum in der Men planung sind allerdings wichtige Voraussetzungen.


Das Krankheitsbild Diabetes ist seit der Antike bekannt

l )er Arzt Arataeus von Gappadocia hat die Krankheil bereits 150 n. Chr. tolgendermaKen beschrieben:  Fleisch und Bein schmelzen im Urin zusammen. Die Kranken h ren niemals auf, Fl ssigkeit abzugeben. Die Flut ist nicht zu stoppen, als ob eine Wasserleitung ge ffnet worden w re. Das l.eben der Kranken ist k rz., elend und schmerzvoll." Lateinisch  Diabetes mellitus" bedeulel frei  bersetzt  honigs  er Durchfluss". In der Mitte des 17. Jahrhunderts entdeckte der englische Arzt Thomas Willis, dass beim Diabeteskranken viel Zucker mit dem Urin ausgeschieden wird. Seither haben die diagnostischen und therapeutischen Verfallren eine rasante Entwicklung genommen. Gleichzeitig sind die Prognose und der Verlaut der Erkrankung entscheidend verbessert worden.

Was wir  ber die Entstehung des  Diabetes mellitus" wissen

Zwei Formen sind zu unterscheiden: der Typ-1 -Diabetes und der Typ-2- Diabetes. Am h utigsten verbreitet ist der Typ- 2-Diabetes. Er kommt meist erst bei alteren,  bergewichtigen Menschen ab Mitte 40 zum Ausbruch und wurde deshalb lange als  Altersdiabeles" bezeichnet. Man tausche sich aber nicht, auch J ngere k nnen bereits an dieser Diabetes-Form erkrankt sein. Es handelt sich um eine Art Zivilisationskrankheit der industrialisierten L nder und ist  lt begleitet von Fettstoffwechselst rungen, Bluthochdruck und  bergewicht. Auch hier ist die Anlage zwar erblich, falsche Ern hrungsgewohnhciten sind aber bei mehr als 90 Prozent der Betroffenen dann der Ausl ser. Zu Beginn der Krankheit liegt eine scheinbar paradoxe Situation vor: Von der Bauchspeicheldr se wird viel Insulin produziert, der Blutzuckerspiegel ist trotzdem hoch. Die Erkl rung liegt darin, dass die K rperzellen (vor allem in Muskeln, Fettgewebe und l.eber) auf den Boten Insulin nicht mehr reagieren und den Zucker nicht aufnehmen. Die Bauchspeicheldr se liefert nun mehr und mehr Insulin, ohne dass dessen Wirkung beim Zuckertransport in die Zellen zunimmt. Der Blutzuckerspiegel steigt. Also liegt ein relativer Insulinmangel trotz ausreichender Bauchspeicheidr senfunktion vor. Erst sp ter nimmt die Hormonbildung ab.

Jetzt wird auch verst ndlich, warum beim Typ-2-Diabetikcr die Gewichtsreduktion und die konsequente Diabetcsdi t so wichtig sind: Wenn das  berangebot der Nahrung entf llt, kann sich ein Gleichgewicht von Zuckerspiegel und Insulinproduktion einpendeln. Die Bauchspeicheldr se muss nicht auf Hochtouren arbeiten. Die K rperzellen werden wieder empf nglich f r das Transporthormon Insulin.

Vom selteneren Typ-1-Diabetes sind in Deutschland ca. 200.000 Menschen betroffen. Aufgrund einer Sch digung der Bauchspeicheldr se wird zun chst nicht genug und sp ter dann immer weniger Insulin gebildet - ein Hormon, das f r die Regulierung des Blutzuckerspiegels verantwortlich und damit lebenswichtig ist.

Als Ursache des Insulinmangels nimmt man eine Autoimmunerkrankung an, bei der der K rper Abwehrstoffe gegen die insulinbildendcn Inselzellcn dcr Bauchspeichcldr se produziert und das Organ nach und nach zerst rt. Ein Diabetes ist die Folge. Meist sind bereits Kinder und lugendliche betroffen. Die Veranlagung ist erblich.


Wie das Hormon Insulin hilft, den (Diabetes) Zucker zu regeln

Wir essen - und dann? Die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate werden vom K rper bis in die Grundbausteine zerlegt und gelangen als Zucker, medizinisch Glucose genannt, ins Blut. Beim gesunden Menschen wird dieser Zucker als Energielieferant an die K rpcrzellen weitergegeben. Den Weg in die Zellen findet der Zucker durch das Hormon Insulin, das ihm wie ein Schl ssel die T r  ffnet und den Weg durch die Zellwand bereitet. Der Botenstoffinsulin wird in den Inselzellen der Bauchspeicheldr se gebildet und genau in der Menge abgegeben, in der auch Zucker im Blut ist. Ein hohes Zuckerangebot f hrt zu einer hohen Insulinaussch ttung, bei niedrigem Blutzuckerspiegel sowie im N chternzustand wird nur minimal Insulin abgegeben. Anders beim Diabetiker: Entweder wird zu wenig Insulin gebildet, oder die Insulinproduktion l sst im Laufe des Lebens langsam nach.

Symptome einer sich entwickelnden oder bestehenden Zuckerkrankheit:

  zunehmende Abgeschlagenheit   starker, andauernder Durst   h ufiges Wasserlassen, ohne dass ein Harnwegsinfekt als Ursache vorliegt   Juckreiz   Infektionsanf lligkeit   h ufige Entz ndungen im Bereich von Haut und N geln, auch nach minimalen Verletzungen   h ufige eitrige Geschw re   Durchblutungsst rungen   Potenzprobleme


Bei der Mehrzahl der Betroffenen entwickelt sich der Typ-2-Diabetes jenseits des 40. Lebensiahres und nimmt lange Zeit einen schleichenden Verlauf. Erste Symptome werden oft nicht wahrgenommen oder ignoriert. Meist sind es die Sp tfolgen, die den Betroffenen zum Arzt f hren und ihn erstmals mit der Diagnose  Diabetes mellitus" konfrontieren:

Herzinfarkt und Schlaganfall sind die gef hrlichsten Sp tfolgen, aber auch Nervensch digungen mit Nervenschmerzen und/oder Gef hlsst rungcn oder Durchblutungsst rungen in den Beinen oder Armen. Ein diabolisches Koma kann sich ausbilden, wenn der Zuckerhaushalt v llig durcheinander geraten und der Blutzucker dramatisch  berh ht ist; die normalen Stoffwechselprozesse des K rpers  ndern sich dann. Es kommt zu einer  bers uerung des K rpers, und der Patient kann im schlimmsten Fall in eine tiefe Bewusstlosigkeit verfallen, die unbehandelt zum Tode f hrt. Dies kam in fr heren Zeiten oft vor. Durch die wirksame und gezielte Insulintherapie sind solche F lle heute selten geworden. Der Vollst ndigkeit halber sei erw hnt, dass sich der Typ-1 -Diabetes mit meist eindeutigen Symptomen bereits im Kindes und Jugendaltcr zeigt und sofort mit Insulin behandelt werden muss. In Studien wird auch versucht, den Autoimmunprozess einzud mmen.

Wie sieht die Behandlung des Typ-2-Diabetes aus?

Als grunds tzliche Behandlungsm glichkeiten stehen Di t, Tabletten und Insulinspritzen zur Verf gung. Nach heutiger Ansicht fu st die Diabeteshehandlung selbst immer auf drei wichtigen S ulen. Die wichtigste ist die gesunde Ern hrung. Die zweite ist die intensive und umfassende Schulung des Patienten, damit er seine Krankheit kennt und mit ihr umgehen kann. Dritte S ule ist die medikament se Therapie, die entweder mit Tabletten oder als Insulinspritzenbehandlung durchgef hrt wird. Tabletten werden im Anfangsstadium der Behandlung eingesetzt, wenn eine Di t alleine nicht ausreicht, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Nur in etwa einem Drittel der F lle ist eine Insulingabe erforderlich.

Ziel der modernen Diabetes-Therapie ist es, st rker als fr her die Eigenverantwortlichkeit des Patienten zu f rdern und ihn zu bef higen, seine Therapie selbst mitzubestimmen und den Gegebenheiten des Alltags anzupassen. Vielen Betroffenen verschafft die sog.  intensivierte" Insulintherapie neue Freir ume.

Die Selbstkontrolle des Blutzuckers ist eine unabdingbare Verpflichtung f r jeden insulinpflichtigen Diabetiker, weil er nach dem Blutzuckerspiegel, dem Umfang der geplanten Mahlzeit und dem (Grad der k rperlichen bzw. auch sportlichen Aktivit ten seine zu spritzende Insulindosis berechnen muss.
>>>>>>
Die Diabeteskost ist eine schmackhafte Vollwerternaehrung

Grundvoraussetzung einer jeden Diabetesbehandlung ist eine individuell abgestimmte, aber konsequent durchgef hrte Di t - unabh ngig davon, ob zus tzlich eine Tablettenbehandlung oder eine Insulintherapie durchgef hrt werden muss oder nicht. Bedenken wegen der Di t muss niemand haben. Die Diaheteskost ist eine schmackhafte Vollwertern hrung, die in ihren Prinzipien auch jedem gesunden Menschen empfohlen werden sollte: kohlenhydratreich, ballaststoffreich und fettarm (insbesondere tierische Fette mit viel ges ttigten Feitsaeuren sind sparsam zu verwenden). Die Kalorienzufuhr sollte dem tatsaechlichen Bedarf angepasst sein, um  bergewicht vorzubeugen.

Den Kohlenhydratanteil der Nahrung berechnet man in Broteinheiten (BE) oder immer haeufiger in Kohlenhydrat-Einheiten (KE). Die Umrechnung von den alltaeglichen Kuchenportionen kann man Austauschtabellen entnehmen, die bei der Diaetberatung und den Schulungsseminaren fuer Diabetiker verteilt werden oder auch im Buchhandel erhaeltlich sind.

Bei der konventionellen Insulintherapie richtet sich die Dosierung der Insulineinheiten nach der berechneten,  ber den Tag verteilten Aufnahme der BE bzw. KE, um Ueber- und Untcrzuckerungen zu vermeiden.

Auch bei der Tabletteneinnahme zur Blutzuckersenkung ist diese bewusste Ern hrung sinnvoll, um die richtige Wirkung zu erzielen. W hrend fr her nach starrem Schema Insulin gespritzt wurde und der Patient nach einem strikten Speiseplan leben musste, bestellt heute die M glichkeit, seinen Tagesablauf und auch seine Essgewohnheiten variabler zu gestalten. Dieses Verfahren ist jedoch nicht f r alle Diabetiker geeignet.
 

 

 


Folgekrankheiten des  Diabetes mellitus"

Ein schlecht eingestellter Blutzucker leistet der Arterienverkalkung Vorschub und erh ht deutlich das Risiko f r Herzinfarkt und Schlaganfall. Durch Ver nderungen in den kleinen Blutgef  en aller Organe treten auch gravierende Sch den an den Augen und den Nieren auf. Regelm  ige Untersuchungen der Augen- und Nierenfunktion geh ren daher zur Routine bei einem Diabetiker. An Armen und Beinen nehmen Durchblutungsst rungen zu. Im schlimmsten Fall m ssen betroffene Gliedma e amputiert werden, weil Gewebe abgestorben ist. Durch die gleichzeitig vorhandenen Nervensch digungcn ist die Schmerzempundlichkeit deutlich herabgesetzt, so dass der Diabetiker leichte Verletzungen und Gewebssch den gar nicht wahrnimmt. Auch die Ber hrungsempfindung l sst nach. St rungen im Sexualleben sind ganz typisch. Ausgepr gtere Taubheitsgef hle und L hmungserscheinungcn treten sp ter hinzu. Fortschreitend kann das gesamte Nervensystem betroffen sein und auch zu St rungen der Funktion von Magen und Darm, des Herzens und anderer Organe f hren.


ZU BEACHTEN:

Fuer eine konsequente Therapie ist es in keinem Stadium zu spaet. Durch eine Verbesserung der Blutzuckereinstellung kommt eine positive Einflussnahme auf den weiteren Verlauf der Erkrankung zustande - und die Moeglichkeit, ein Fortschreiten der Folgekrankheiten zu verhindern.




Mit der Zuckerkrankheit im Alltag leben:

Natuerlich hinterlaesst eine chronische Stoffwechselstoerung wie die Zuckerkrankheit auch Spuren im taeglichen Leben. Die psychische Belastung ist gross: staendige Blutzucker-Selbstkontrollen, die Ernaehrungsumstellung, die haeufigen Arztbesuche, die staendige Ungewissheit, welchen Verlauf die Krankheit nimmt und ob vielleicht das Risiko eines (erneuten) Schlaganfalle oder anderer Gefaeschaedigungen droht...

Das Eingebundensein in Familie und Freundeskreis ist jetzt ganz wichtig. Hilfestellungen koennen vom Deutschen Diabetiker Bund und anderen Organisationen kommen.

Die Zuckerkrankheit hat heute immerhin viel von ihrem Schrecken verloren. Durch gesunde Lebensfuehrung, eine individuelle Therapieplanung sowie eine konsequente und verantwortungsbewusste Durchfuehrung kann ein Diabetiker ein weitgehend normales Leben fuehren. Und das gilt fuer alle Lebensbereiche.

Wichtig ist, dass der/die Betroffene nie den Mut verliert und sich immer bcwusst ist, dass die konsequente Behandlung sowie die bewusste Umstellung von Ernaehrungs- und Lebensweise die beste Vorbeugung fuer einen (wiederholten) Schlaganfall darstellen:
Durch Normalisierung der Blutzuckerwerte verringert sich das Risiko deutlich.


LITERATURHINWEISE

  H. Mehnert,F.Standl: Handbuch f r Diabetiker. TRIAS-Verlag Stuttgart, ISBN 3-89373-154-7.

  D. Gr nklee, R. Mellmann: Diabetes, Falken-Verlag Niedernhauscn, ISBN 3-8068-1516X.

  K.D.Hepp: Diabetes, Falken-Verlag Nicdcrnhausen, ISBN 3-8068-4689-8.

  Allgemein zur Fernsehkolumne: Dr. Fiedlers Check-up: Krankheiten fr hzeitig erkennen, vgs-Verlagsgesellschaft, K ln, ISBN 3-8025-1390-8.




KONTAKTADRESSEN

Deutscher Diabetiker Bund, Bundesgcsch ftsstelle, DanzigerWeg l, 58511 L denscheid, Telefon 023 51/989l 53, Fax 023 51/989l 50

Landesverband NRW, Johanniter Str. 45, 47053 Duisburg, Telefon 02 03/60 84 40, Fax 02 03/6 08 44 77




Deutsche Diabetes-Stiftung, Uns ldstr. 5, 80538 M nchen, Telefon 089/21 09 61 19 Fax 089/2109 61 20

Berliner Foerdergemeinschaft Junger Diabetiker, General- Barby-Str. 71, 13403 Berlin, Telefon 0 30/4 12 62 39

Foerderkreis Eltern diabetischer Kinder, Ochsenberg 23, 67659 Kaiserslautern, Telefon 06 31/4 24 22

Bundesverband der Insulinpumpentr ger, Reinekestr. 31, 51145 Koeln, Telefon 0 22 03/2 58 62, Fax 0 22 03/2 71 00 Arbeitskreis der Pankreatomierten eV., Krefelder Str. 52, 41539 Dormagen, Telefon 021 33/4 23 29, Fax-02133/42691


Das Begleitbuch zur WDR-Sendung ist  berall im Buchhandel erhaeltlich:

Dr. Fiedlers Check-up: Krankheiten fr hzeitig erkennen, Symptome, Auswirkungen, Behandlungsm glichkeiten, vgs-Verlagsanstalt K ln, 1999, gebunden, 160 S., zahlreiche Abb. Preis 29,80 DM (l 5,24  ), ISBN 3-8025-1390-8<
                                       

"Es gibt im Dunkeln immer einen Lichtschein, einen Weg ins Licht" & "ein Laecheln is` immer besser, als immer nur ein Grimmich- & Traurigsein!"




Was ist Typ-1-Diabetes?

Rund 400.000 Menschen in Deutschland sind an Typ-1-Diabetes erkrankt. Der Typ-1-Diabetes ist nach bisherigem Wissen eine "Autoimmunkrankheit". Das körpereigene Immunsystem, das in erster Linie der Abwehr krankmachender Keime dient, richtet sich aus bislang unklaren Gründen plötzlich gegen die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und zerstören diese. In der Folge kommt es innerhalb weniger Tage bis Wochen zum Ausbleiben der Insulinproduktion. Da das Hormon Insulin die Aufgabe hat, den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker (Traubenzucker/Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu schleusen, die ihn zur Energiegewinnung benötigen, "staut" sich der Zucker im Blut zurück und der Blutzuckerspiegel steigt. Die Betroffenen müssen ihr Leben lang täglich mehrfach Insulin spritzen, um akute Stoffwechselentgleisungen sowie Folgekrankheiten durch hohe Blutzuckerwerte zu verhindern.

Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes ist der Typ-2-Diabetes (bis zu zehn Millionen Betroffene in Deutschland) nicht Folge eines Insulinmangels sondern in den meisten Fällen einer "Insulinresistenz". Das bedeutet: die Zellen reagieren nicht mehr ausreichend auf Insulin, so dass das Hormon den Zucker nicht in die Zellen schleusen kann. Der Blutzuckerspiegel steigt. Um diese zu kompensieren, produziert die Bauchspeicheldrüse zunächst größere Mengen Insulin. Wenn dies nicht mehr ausreicht, um die Insulinresistenz zu überwinden, steigen die Blutzuckerspiegel und es entwickelt sich ein Typ-2-Diabetes. Die Ursachen der Insulinresistenz sind, neben einer erblichen Veranlagung, Überernährung und Bewegungsmangel.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!